Merry Samhain

Nun ist es bald wieder soweit,

am Donnerstag ist Samhain, und ich muss sagen dieses Jahr freue ich mich besonders darauf, weil ich es wohl das erste Mal nicht alleine feiere. Am 1. November wird es soweit sein.

Manch einer mag sich denken, dass das nichts Besonderes ist (warum schreibt sie das überhaupt), aber für mich hat das eine sehr große Bedeutung. Ich bin gespannt ob es ein genau so schönes Fest wird wie das diesjährige Beltane, wobei es natürlich einen großen Unterschied geben wird: es wird nachdenklicher. War Beltane noch sehr ausgelassen und „spaßig“, so habe ich das Gefühl, dass dieses Jahr Samhain (zumindest für mich) ein wenig trübselig wird. In der Zeit um Samhain wird mir immer bewusst, wer und was schon alles fortgegangen ist, was in diesem Jahr schiefgelaufen ist, was verloren gegangen ist und was das Jahr gebracht hat. Samhain ist ja auch so etwas wie das Neujahrsfest für Hexen (für mich auch) und eine gute Freundin hat genau dieses Gefühl immer an Silvester. Wenn wir also alle ausgelassen feiern, Feuerwerk betrachten und verrückte Partys machen, ist sie eher diejenige, die sich verkrümelt und am liebsten alles verschlafen möchte. Genau das passiert bei mir meistens an Samhain. Wo ich früher noch mit meinen Freunden (auch schon im fortgeschrittenen Jugendalter^^) verkleidet und geschminkt um die Häuser gezogen bin (um kleine Kinder zu erschrecken, denn wir sahen meistens so aus als seien wir aus dem Movie Park vom Halloween Horrorfest entflohen), hat sich jetzt eher eine melancholische Stimmung manifestiert. In Gesellschaft ist man ausgelassen, guckt verrückte Horrorfilme (und danach Disney), knabbert Süßkram und Chips, schläft in einem großen Raum gemeinsam (wenn man überhaupt schläft) und amüsiert sich einfach.

Die letzten Jahre habe ich Samhain dann alleine Zuhause verbracht, das war aber nicht der Grund warum sich das Gefühl geändert hat. Ich habe eher das Gefühl, ich habe mich mehr mit dem Thema beschäftigt und vlt. auch ein wenig den Sinn dieses Festes verstanden. Das „Halloween“ in allen Geschäften so gehypt wird, ging mir schon früher tierisch auf die Nerven und unsere Gruppe war auch nie auf der Straße und hat Erwachsene um Süßkram gebeten (geschweige denn die Menschen mit rohen Eiern an den Fenstern bestraft). Wir hatten irgendwie unser eigenes Verständnis von Halloween, allerdings wurde da (natürlich) der mir wichtige Aspekt übergangen, da keiner meine Lebenseinstellung teilte und sich keiner mit dem Tod und der Anderswelt beschäftigen wollte. Das war im ersten Augenblick frustrierend, aber dennoch hatte ich immer eine Menge Spaß, wenn alles vorbei war, habe ich Zuhause dennoch eine Kerze  angezündet, Weihrauch abgebrannt und ein wenig meditiert, sowie mein Zimmer gereinigt, weil es mir wichtig war neben der ganzen Feierei auch noch ein wenig besinnlich zu werden.

Dieses Jahr wird es dann wohl ein wenig Neuland sein, aber vlt. ändert sich ja meine Einstellung ein wenig wenn ich mal (wieder) eine andere Art von Samhain erlebe. Ich wünsche euch auf jeden Fall ein schönes Samhainfest, egal wie ihr es bestreitet ob ausgelassen gefeiert oder besinnlich und zurückhaltend, denn schließlich kommt es darauf an wie man selbst diesen Tag für sich gestaltet.

Blessed be,

 

Sunray Ravyn

Merry Samhain

 

 

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