Umzug mal zwei

Jetzt kommt es doppelt Dicke:

ab Oktober werde ich (nach meiner hoffentlich abgeschlossenen Ausbildung) in Bonn Bad Godesberg in einer Einrichtung anfangen. Der Umzug in ein kleines Dorf in relativer Nähe ist am 1. Dezember. Und irgendwie stimmt mich das Ganze jetzt schon wehmütig: ich bin ein Mensch der Beständigkeit braucht und ein festes Umfeld. Meine Freundin hingegen scheint regelrechtes Nomadenblut in sich zu tragen (vlt. sollte sie mal eine Rückführung machen XD), sie kann sich an jedem ort schnell zurechtfinden, hat kein (mentales) Problem mit Umziehen oder mit neuen Jobs. Eine Fähigkeit um die ich sie manchmal echt beneide. Ich bin wirklich eher der sesshafte typ. Am liebsten würde ich immer am gleichen Ort wohnen bleiben (oder zumindest wieder nach Gladbeck ziehen) und auch in der gleichen Einrichtung bleiben. Aber die Entfernung für meine Freundin von Zuhause zur Arbeit betragen nunmal am Tag 240 km und sind für ihre persönliche Gesundheit und auch für unseren Geldbeutel kaum tragbar (ca. 600€ Tankkosten/Monat). Also muss ich mit mit einem Umzug wohl abfinden. Ich hasse es einfach Freunde zurückzulassen, denn meine weitesten Freunde sind jetzt gerade mal 70km von mir entfernt, bald werden es dann über 200km sein und alle die ich in 10-20 Minuten erreichen konnte sind auf einmal mind. 2 Stunden entfernt (den Stau auf der A3 mal NICHT mitgerechnet).

Aber manchmal kann man ja aus der Not eine Tugend machen und es gibt tatsächlich auch positive Seiten: wir werden ein kleines Häuschen mieten mit Kamin (die Feuerseele in  mir hüpft schon tanzend im Kreis) und einem mittelgroßen Garten (die Erdseele und Kräuterhexe in mir vollführt Luftsprünge). das haus ist zwar nicht das Größte und ich bekomme jetzt schon Panik wenn es darum geht meine Privatbibliothek unterzubekommen, aber das Haus hat vielleicht einige Tricks und Kniffe parat. Wald und Friedhof liegen direkt nebenan ebenso wie das Dorfzentrum bzw. der Marktplatz, die Einkaufmöglichkeiten liegen zwischen 300m und einem Kilometer entfernt (und das auf einem Dorf).

 

Der zweite Umzug wird der meines Kreativblogs sein, der jetzt noch unter Blogspot geführt wird. Ich habe dort sage und schreibe einen Follower und auch das Layout und Handling erscheint mir nicht so komfortabel wie WordPress. Also wird der gesamte Blog mit allen Artikeln bald auf WordPress umziehen (nach meinen Abschlussprüfungen, wenn ich ein bisschen Luft habe). Ich würde mich freuen, wenn ich den ein oder anderen Abonennten dort begrüßen kann, ich verspreche euch, euch mit regelmäßigen Einträgen und Posts aus meiner Kunstwelt zu versorgen. Hier finden sich ja auch einige kreative Dinge wieder aber längst nicht alles. Ich werde hier weiterhin ein paar Kunstposts reinstellen, aber umgekehrt wird es auf meinem Kunstblog keine magischen Dinge geben.

Alles in allem hoffe ich, dass ich nach meiner Ausbildung trotz Einstieg ins richtige Berufsleben genbügend Zeit haben werde, beide Blogs aktueller zu halten als in den letzten Jahren. Ich habe auf meiner Blogspot Seite soo viele Entwürfe (auch viele Buchrezensionen), sogar mehr als hier (vlt. 3) und ich will alle nach der Prüfung zeitnah veröffentlichen. Zudem habe ich hier Kategorien zu denen ich noch nie einen Post verfasst habe, es wird also langsam mal Zeit… aktuell bastel ich in meiner raren Freizeit an individuellen, schönen Beitragsbildchen für euch (zu jeder Kategorie) und an einem neuen Header (zu irgendwas müssen die Programme (Corel Painter und Sketchbook) und mein Wacom Intuos Pro M ja gut sein ;-))

Nach den schriftlichen Prüfungen werde ich wieder für alles verfügbar sein, im Moment nutze ich quasi nur eine Lernpause für ein Update. Wir lesen uns nach der Prüfung 🙂

 

Blessed be

Sunray

Art Rage 4- Man gönnt sich ja sonst nichts im Leben…

So ein Steam Summer Sale ist ja schon richtig böse, da surft man nichtsahnend auf seiner Wishlist herum und muss feststellen, dass Art Rage 4 um 50% reduziert ist. Zugegeben es hat doch ein wenig länger gedauert (Reaktionszeit ca. 60 Sekunden) und schon betrachtet man sehnsüchtig die Downloadrate. Überraschend war für mich, dass im Gegensatz zu vielen anderen Mal- und Bildbearbeitungsprogrammen (Photoshop, BlackInk, Autodesk etc.) das Programm mit seinen nicht mal 100MB echt klein ist.

Nun einmal zu Art Rage 4 selbst, denn ich habe es natürlich sofort ausprobiert (wann hat man schon mal ein komplettes Programm nach gerade mal einer Minute sofort griffbereit) 🙂 :

Anders als zum Beispiel Black Ink, welches ein „non-realistic GPU based“ Programm ist und viel mit geometrischen Formen und Pinseln (brushes) arbeitet oder Photoshop bei dem die eigentlichen Malwerkzeuge sehr gering sind (es ist halt eig. ein Fotobearbeitungsprogramm) oder das vektorbasierte Illustrator, simuliert Art Rage „echte“ Malmedien  wie Aquarell, Öl, Airbrush, Pastellkreiden oder den klassischen Blei- und Filzstift. Besonders fasziniert haben mich beim ersten Öffnen die herrlich übersichtlichen Schaltflächen. Ein Halbkreis links unten für die Malmedien (Tools) und ein Halbkreis rechts unten für die Farbauswahl. Über den Tools noch drei kleine Buttons für Einstellungen, Schablonen und Sticker und das war’s auch schon. Aber wie jedes Programm steckt meistens mehr dahinter als man auf den ersten Blick erkennen mag. Also die PDF mit dem Handbuch ausgewählt und dann erkannt dass man sich durch 137 Seiten durchwälzen darf, wobei ja vieles selbsterklärend ist und ich nicht nachschlagen muss  wie ich eine Farbe auswähle oder ein Werkzeug (mein Computer Skill beläuft sich ja nicht nur auf zeigen & klicken ;-)).

Als ich mir dann ein Tool geschnappt habe und mal locker über die Leinwand (Canvas) gegangen bin, habe ich noch was erfreuliches festgestellt: kommt man mit dem Tool in die Nähe einer Schaltfläche klappt sie sich automatisch ein und man muss keine Schaltflächen im Arbeitsbereich hin- und herziehen um an alles dranzukommen. Herrlich. Dann kann man die Leinwand selbst erst einmal einstellen. Welche Farbe soll die Leinwand haben, welche Körnung (grobe Baumwolle oder fein wie kaltgepresstes Aquarellpapier usw. usw.) Man kann zudem jedes einzelne Malmedium entweder ohne Voreinstellung benutzen und selbst an den Reglern herumspielen oder ein Preset benutzen, die einem schier unendliche Möglichkeiten verschaffen. Insgesamt finde ich das Programm für (Mal- und Zeichen-) Künstler intuitiver als Photoshop und nicht so kompliziert wie Black Ink (ich kann damit immer noch nicht umgehen) und ich bin der festen Überzeugung, dass ihr in naher Zukunft mit dem ein oder anderem Bild zugespammt werdet *hehe*

 

Sunray (die vom Grafiktablett im Moment nicht wegzubekommen ist ^^)