Upcycling Decoration

Vor einiger Zeit hat mir Wyldhuntress einen Elfenkalender geschenkt. Ein kleines Podest mit einer Elfe und darunter ein Hohlraum mit Blöcken für die Monate und zwei Würfel für die Tage, die man nach Beleiben umstecken kann. Wie das nach einem Umzug so ist geht entweder vieles verschütt oder ist beschädigt. Auch meine ganzen Figuren sind davon kaum verschont geblieben. Dem Elfenkalender fehlen die Zahlenwürfel und ein Block mit den Monaten (also fehlen zwei Monate), bei meiner Mondelfe ist die obere Hälfte des Mondes abgebrochen und auch meine „The Witcher“ und Molag Bal Figur aus „The Elder Scrolls Online“ wurden ein wenig in Mitleidenschaft gezogen. Aber man kann ja aus allem etwas Positives ziehen und ich dachte mir aus Alt mach Neu. Die beiden PC Figuren konnte ich gut mit Sekundenkleber reparieren ohne dass man etwas davon sieht. Da ich mich seit geraumer zeit mit Faery Shamanism (Feen – bzw. Elfenschamanismus) beschäftige hatte ich vorhin die Idee aus der Kalenderelfe einfach einen kleinen Elfenschrein zu machen. Entfernt man alle Monatsblöcke (die Würfel waren ja eh schon weg) entsteht ein Hohlraum, groß genug um dort klitzekleine Gegenstände anzuordnen. Ich wollte einen kleinen passenden Edelstein hineinlegen (und vlt nach Jahreszeit oder den Elementen wechseln) und in eine Haselnussschalenhälfte wollte ich Wachs hineingießen mit einem winzigen Docht als Kerze oder ich lege dort Erde oder ein paar getrocknete Kräuter rein. Die Nusskerze ist übrigens eine Inspiration von Norelana, die mir zum Yulwichteln vor Jahren selbstgemachte Kerzen in Walnussschalen gebastelt hatte. Ich hab sie bis heute noch als Deko auf meinem Altar liegen weil ich sie so schön finde ❤

Für die Mondelfe überlege ich den Mond entweder mit Heißkleber dranzukleben oder ich gestalte einfach eine neue Mondhälfte z.B. aus Fimo Air, so kann ich ihn auch ein wenig persönlicher gestalten und verzieren, ich hab da schon so ein paar Ideen im Stübchen herumschwirren. Habt ihr auch schon mal beschädigte Deko verwertet oder zweckentfremdet? Ich freue mich auf Anregungen und Beispielfotos in den Kommentaren 🙂

Blessed be and stay creative

Sunray

 

_20170426_142523

Umzug mal zwei

Jetzt kommt es doppelt Dicke:

ab Oktober werde ich (nach meiner hoffentlich abgeschlossenen Ausbildung) in Bonn Bad Godesberg in einer Einrichtung anfangen. Der Umzug in ein kleines Dorf in relativer Nähe ist am 1. Dezember. Und irgendwie stimmt mich das Ganze jetzt schon wehmütig: ich bin ein Mensch der Beständigkeit braucht und ein festes Umfeld. Meine Freundin hingegen scheint regelrechtes Nomadenblut in sich zu tragen (vlt. sollte sie mal eine Rückführung machen XD), sie kann sich an jedem ort schnell zurechtfinden, hat kein (mentales) Problem mit Umziehen oder mit neuen Jobs. Eine Fähigkeit um die ich sie manchmal echt beneide. Ich bin wirklich eher der sesshafte typ. Am liebsten würde ich immer am gleichen Ort wohnen bleiben (oder zumindest wieder nach Gladbeck ziehen) und auch in der gleichen Einrichtung bleiben. Aber die Entfernung für meine Freundin von Zuhause zur Arbeit betragen nunmal am Tag 240 km und sind für ihre persönliche Gesundheit und auch für unseren Geldbeutel kaum tragbar (ca. 600€ Tankkosten/Monat). Also muss ich mit mit einem Umzug wohl abfinden. Ich hasse es einfach Freunde zurückzulassen, denn meine weitesten Freunde sind jetzt gerade mal 70km von mir entfernt, bald werden es dann über 200km sein und alle die ich in 10-20 Minuten erreichen konnte sind auf einmal mind. 2 Stunden entfernt (den Stau auf der A3 mal NICHT mitgerechnet).

Aber manchmal kann man ja aus der Not eine Tugend machen und es gibt tatsächlich auch positive Seiten: wir werden ein kleines Häuschen mieten mit Kamin (die Feuerseele in  mir hüpft schon tanzend im Kreis) und einem mittelgroßen Garten (die Erdseele und Kräuterhexe in mir vollführt Luftsprünge). das haus ist zwar nicht das Größte und ich bekomme jetzt schon Panik wenn es darum geht meine Privatbibliothek unterzubekommen, aber das Haus hat vielleicht einige Tricks und Kniffe parat. Wald und Friedhof liegen direkt nebenan ebenso wie das Dorfzentrum bzw. der Marktplatz, die Einkaufmöglichkeiten liegen zwischen 300m und einem Kilometer entfernt (und das auf einem Dorf).

 

Der zweite Umzug wird der meines Kreativblogs sein, der jetzt noch unter Blogspot geführt wird. Ich habe dort sage und schreibe einen Follower und auch das Layout und Handling erscheint mir nicht so komfortabel wie WordPress. Also wird der gesamte Blog mit allen Artikeln bald auf WordPress umziehen (nach meinen Abschlussprüfungen, wenn ich ein bisschen Luft habe). Ich würde mich freuen, wenn ich den ein oder anderen Abonennten dort begrüßen kann, ich verspreche euch, euch mit regelmäßigen Einträgen und Posts aus meiner Kunstwelt zu versorgen. Hier finden sich ja auch einige kreative Dinge wieder aber längst nicht alles. Ich werde hier weiterhin ein paar Kunstposts reinstellen, aber umgekehrt wird es auf meinem Kunstblog keine magischen Dinge geben.

Alles in allem hoffe ich, dass ich nach meiner Ausbildung trotz Einstieg ins richtige Berufsleben genbügend Zeit haben werde, beide Blogs aktueller zu halten als in den letzten Jahren. Ich habe auf meiner Blogspot Seite soo viele Entwürfe (auch viele Buchrezensionen), sogar mehr als hier (vlt. 3) und ich will alle nach der Prüfung zeitnah veröffentlichen. Zudem habe ich hier Kategorien zu denen ich noch nie einen Post verfasst habe, es wird also langsam mal Zeit… aktuell bastel ich in meiner raren Freizeit an individuellen, schönen Beitragsbildchen für euch (zu jeder Kategorie) und an einem neuen Header (zu irgendwas müssen die Programme (Corel Painter und Sketchbook) und mein Wacom Intuos Pro M ja gut sein ;-))

Nach den schriftlichen Prüfungen werde ich wieder für alles verfügbar sein, im Moment nutze ich quasi nur eine Lernpause für ein Update. Wir lesen uns nach der Prüfung 🙂

 

Blessed be

Sunray

Geschafft (Teil 1 von 3) Update 

Letzte Woche Donnerstag und Freitag hatte ich meine Pflegeplanungsprüfung und praktische Prüfung in meiner Einrichtung.  Es lief alles sehr gut und ich habe ein gutes Gefühl.  Somit ist ein Prüfungsteil schon mal weg und ich kann mich weiter auf die schriftlichen Prüfungen im September vorbereiten und- zumindest einmal kurz aufatmen.  Meine Freizeit und Hobbies haben in letzter Zeit dadurch ziemlich gelitten und warum auch immer habe ich die meiste Zeit nach den Diensten schlafend verbracht.  Ich konnte mich nach vier Uhr kaum noch auf den Beinen halten,  worunter auch sehr die Hausarbeit gelitten hat. Zwischendurch habe ich versucht ein wenig zu meditieren um nicht komplett „sinnlos“ zu verschlafen,  aber dennoch war ich von einer inneren Unruhe aus dem Konzept gebracht.  Ich glaube das ist das Schlimmste,  hundemüde zu sein, aber das Gedankenkarussell steht dabei nicht still. 

Auch mein WriYoBo Soll habe ich fast drei Monate in Folge nicht erfüllen können und ich habe schon mit dem Gedanken gespielt aufzuhören mangels Motivation.  Ich habe es nicht auf die Reihe bekommen vernünftige Dialoge oder Szenen zu schreiben.  In meinem Kopf herrschte ein schwarzes Loch.  Trotzdem habe ich mich entschieden zu bleiben und versuche jetzt wieder die Kurve zu kriegen,  denn ich habe vor Hells Gate Club in diesem Jahr zu beenden.  Dafür muss aber noch einiges passieren und ich habe angefangen genau aufzuschreiben was in welchem Kapitel passiert um mich daran entlang zu hangeln.  Alleine die nächsten paar Schritte wären 17 Kapitel (dann wäre ich schon über dreißig) ,  deshalb werde ich einige Punkte ein wenig zusammenziehen. 

Ich habe es auch geschafft,  wieder ein wenig mehr Romane zu lesen und weiter an RPG Abenteuern zu schreiben.  Fehlt nur noch der ein oder andere passende Testspieler. Von diversen RP Crowdfundings auf deren Veröffentlichung ich sehnsüchtig warte berichte ich auf http://www.alantya.blogspot.de ebenso wie es mit den ganzen anderen Romanen neben Hells Gate Club weitergeht.  Wenn ihr wollt besucht mich doch da mal auch,  lasst den ein oder anderen Kommentar da.  Meine Bildergalerie dort werde ich auch beizeiten updaten, viele meiner Werke sind aber schon auf meiner Facebookseite zu finden. Falls ihr also für euch oder einen lieben Menschen ein Bild ordern wollt, könnt ihr das da auch gerne tun. 

Ich hoffe ich komme auch bald mal wieder zum malen und kann mich irgendwann mal wieder im Creativ Discount eindecken um meine Wishlist ein wenig abzuarbeiten. 

Go with the Flow, 

Sunray Ravyn ^,,^

Silentium…lang ist es her…

…dass ich hier etwas geschrieben habe. Das liegt zum Einen daran,  dass das Praktikum im Krankenhaus recht stressig war, dann kam der Praxisblock in meiner Einrichtung mit  Examensvorprüfung und einige private Dinge,  die mich ein wenig ins Trudeln gebracht haben und an denen ich immer noch zu knacken habe und die mich schon belasten. Es gab natürlich auch positive Momente Ende letzten und Anfang des neuen Jahres. Sehr zum Positiven für meinen Kreativblog und die dazugehörige Facebookseite,  aber dafür auch leider zum Nachteil für diesen Blog. Ich glaube ich habe so langsam mein Problem erkannt und kann es dementsprechend anpacken:
Ich kann meine Energie meistens immer nur phasenweise in ein Projekt setzen und das andere wird dann leider immer gnadenlos vernachlässigt. So ist es auch bei meinen Internet- und Forenaktivitäten. Bin ich im Schreibnacht Forum gerade sehr aktiv, ist es mit dem Lumnetta Forum weniger. Und jetzt im Moment umgekehrt. Mir scheint es wie eine Waagschale, die nie im Gleichgewicht ist, anscheinend kann immer nur eine Seite unten sein. Ich habe für mich irgendwie noch keine Zwischenlösung gefunden. Auch der WriYoBo leidet im Moment ein wenig, weil ich im Moment einfach lieber male und zeichne (sehr zum Leidwesen meines monatlichen Wordcounts- mehr über den WriYoBo auf http://www.alantya.blogspot.de oder meiner Facebookseite). Tja es ist nie einfach mit vielen Hobbies, ich versuche einfach im Urlaub viel unter einen Hut zu bringen (auch mit kleinen To- Do -Listen), nicht um mich zu stressen, sondern einem Hobby einen Raum zu geben, ja ich habe sogar darüber nachgedacht jedem Tag ein anderes Hobby zuzuordnen und ihm dann am jeweiligen Tag nachzugehen. Ich habe keine Ahnung ob das bescheuert ist oder nicht oder überflüssig. Aber momentan gibt es auch nichts was ich temporär aufgebe (-n möchte, selbst Tribal Style Dance mache ich noch Zuhause mit einer Freundin und nach sehr guten DVDs um nicht gänzlich aus der Übung zu kommen). Wie macht ihr das mit mehreren Hobbies, habt ihr mehrere?

Keep Calm ihr Lieben 🙂

Sunray

Regelmäßiges Schreiben – mein kleines magisches Tagebuch

Auch wenn die Zeit oft knapp ist, ich immer oft „etwas Besseres“ zu tun habe oder es schlichtweg einfach vergesse… In letzter Zeit schaffe ich es zumindest regelmäßig in mein kleine magisches Tagebuch zu schreiben. Das ist weniger ein BdS wo ich Sprüche, Rezepte und Rituale aufschreibe, sondern eher mein magischer Kummerkasten oder Begleiter durch den Tag. Dinge, die mich sehr beschäftigen kommen da rein, Ideen, die vlt. im Moment noch Nebelschwaden sind und sich noch manifestieren oder einfach „Hexengeschnatter“ wie ich es gern nenne. Es kommt nicht unbedingt darauf an, das darin hochphiosophische Ansätze zu finden sind, es dient eher dazu mich ans regelmäßige Schreiben zu bekommen (quasi im Selbstversuch) und da sich nicht immer Szenen für meine Bücher entwickeln lassen (manchmal haben die Protagonisten halt keinen Redebedarf oder ich keine Inspiration) rede ich halt über meinen magischen Alltag, der leider bei mir oft zu kurz kommt, obwohl ich merke, dass es mir guttut wenn ich kleine Alltagsrituale für mich durchführe und das Ganze ein wenig zelebriere und dadurch bewusster erlebe. Sei es ein entspannendes Bad mit ein wenig OBOD Lektüre, selbstgemachten Badekugeln von Wyldhuntress und ein wenig Duftöl in der Lampe, sei es eine Tagekarte aus dem Tarot oder auch nur eine winzig kleine energetische Reinigung unter der Dusche oder das Lesen bestimmter Themenzeitschriften auf der Couch mit Katzen im Schoß und einer guten Tasse Chai Tea mit Milch und Honig.

Ja, zwischen dem ganzen Arbeits- und Alltagsstress sollte es die Möglichkeit geben mindestens eine halbe Stunde für sich (und nur für sich- einzuplanen), das Schreiben in mein Tagebuch gehört da mit dazu. Einfach sich alles von der Seele schreiben und reflektieren, was der Tag (oder die Woche) einem gegeben hat oder was einen inspiriert hat. So verlernt man auch das freie Schreiben nicht, wo ich manchmal in meinen Geschichten beim Lesen etwas stolpere. Mein Stil mag mit der Zeit vielleicht sprachlich gereift sein, doch manchmal denke ich, fehlt mir die kindliche (jugendliche) Unbekümmertheit und Leichtigkeit Szenen und Dialoge zu schreiben. Ich hoffe, dass zumindest in diesem Punkt meine Entwicklung wieder rückschrittig wird. Andernfalls werde ich meine ausstehenden Romane nie beenden können.

 

 

 

Was lange währt… Luxusprobleme und Wahnsinn eines Künstlers

Wow, wie lange kann es dauern bis man ein Kürzel für einen Künstlernamen entwickelt? Für mich, Ewigkeiten. Mein Pseudonym habe ich mir damals in der Schule eines Tages ausgedacht, wobei „ausdenken“ eigentlich nicht der richtige Wortlaut ist. Vielmehr kam mir der Name in den Sinn und ich wusste: DAS ist er. Woher er kam weiß ich bis heute nicht. Ich habe ihn in meinem Kopf gehört, fand ihn einfach wunderschön und habe ihn seitdem behalten. Als ich ihn meiner besten Freundin erzählte, stutzte sie kurz und fragte mich wie ich denn auf so etwas komme. Leider blieb meine Antwort die gleiche, ich hatte keine Erklärung. Grundsätzlich habe ich fortan meine Bilder und Geschichten immer mit diesem namen unterzeichnet. Selbst in der Publikation der NLG (Neue Literarische Gesellschaft Recklinghausen), wo ich oft an Wettbewerben teilnahm wurde er mit meiner Kurzgeschichte zusammen abgedruckt, was mich damals schon ein wenig stolz machte. Es ging mir nicht darum jetzt „cool“ zu sein, weil ich endlich ein Pseudonym besaß mit dem ich mich rühmen konnte, vielmehr sehe ich ihn auch als eine künstlerische Persönlichkeit, die Worte und Bilder zu Papier bringen kann, was „ich“ nicht vermag. Ich habe in Foren von Diskussionen gelesen ob ein Pseudonym Sinn mache und habe viel „pro“ aber auch viel „contra“ gehört und unterschiedlichste Meinungen. Das Statement dass man sich mit einem Pseudonym auch schützen kann hat mich auch eigentlich gut angesprochen, anders herum las ich, dass man sich als guter Autor u. Künstler ja nicht zu verstecken braucht und die Schuld nicht von sich abwälzen kann wenn man nicht mit seinem richtigen Namen dahinter steht. Ein Punkt, der mir zwar zu denken gab, aber ich kenne auch bestimmte Autoren, die einen großen Namen in der Literatur haben und dennoch für manche Dinge ein Pseudonym benutzen, sei es damit die Leute nicht voreingenommen von dem Autor sind und schon direkt was Bestimmtes  erwarten oder sie wollen einfach mal „richtig“ die Sau raus lassen und schützen sich dann um nicht vom nächsten Klatschblatt zerrissen zu werden. Warum sich also keines zulegen? Ich bin immer noch der Meinung, dass gerade mein Pseudonym Antrieb und Treibstoff meiner Kreativität ist. Immerhin kam dieser Name gerade zu mir als ich begann „echte Geschichten“ zu schreiben und keine überdimensionalen Schulaufsätze mehr. Manchmal stelle ich  kir schon die philosophische (und für andere bestimmt auch total verrückte) Frage, ob ich als Madeleine Seemann, die ich nun mal bin genauso kreativ bin wie Alantya…nobody knows…

Für Romane und Kurzgeschichten mag der Name zudem ganz in ordnung sein, nicht zu kurz, nicht zu lang (hat ja auch keinen Nachnamen :-)), für Bilder allerdings fand ich ihn immer umständlich wenn ich ihn in die Ecke einer Leinwand oder auf Aquarellpapier inkl. Datum gekritzelt habe. Ich habe oft versucht in den Jahren ihn abzukürzen, aber irgendwie schien mir das nicht recht gelungen und nach ein paar Versuchen auf einem Schmierzettel gab ich es auf. Als ich schließlich diesen Blog begann und unter meinem Hexen(ruf)namen Sunray zu arbeiten begann, schaffte ich es zumindest dafür ein schönes Kürzel zu entwickeln, was sich auch unter Bildern recht gut machte. Aber …was war mit meinem Künstlernamen? Wo war er hin? Er war immer noch da, doch er kam nie zur Geltung, wurde in die Ecke gedrängt und war auf einigen meiner Bilder nicht mehr vorhanden. Ich fühlte mich damit echt mies, es fühlte sich ein bisschen wie Verrat an. Als sei das Werk von jemand anderem gemacht worden. Also ging das Geschmiere auf Zetteln von vorne los, ich versuchte es mit Sigillen um überflüssige Buchstaben auf ein Minimum zu reduzieren, bei Sunray war die Sache sofort klar, zack! ein zwei Versuche und ich hatte mein Kürzel schwarz auf weiß. Ein, zwei Schnörkel hier, ein Schnörkel da, fertig. Alantya hingegen war die bockige, unzähmbare und mich zur Weißglut treibende femme fatale. Echt, ich verzweifelte daran, warf die Sache wieder über Bord und schmollte, sie wohl auch.

Tja, was lange währt… am Mittwoch besuchte ich mit meinem Vater den Afterwork Markt in Gelsenkirchen und war unter anderem auch an diversen Künstlerständen. Auch in der Schule beschäftigte mich das Thema weiterhin (schließlich wollte ich sie ja irgendwie wieder besänftigen) und ab und zu kritzelte ich in mein Sketchbook erfolglose Kürzel für die Mülltonne. Abends waren wir noch anschließend im Cafe del Sol um die Ecke und leidgeprüft erzählte ich meinem Vater davon (der Arme). Ich zückte mein Handy mit dem Skizzenprogramm und zeichnete ihm wahllos einige meiner Entwürfe auf. Als er mein Handy mal haben wollte und die Buchstaben auf das A und Y reduzierte (was mir auch schon ein paar Mal eingefallen war) machte es plötzlich „klick“ in meinem Kopf. Ich hatte vor nicht allzu langer Zeit eine Art Kunstschrift (Graffiti-Schrift) entworfen: Crescent Moon. Die Buchstaben fügten sich in meinem Kopf zusammen und ich fügte noch ein zweites A hinzu (ich hatte unzählige Kürzel mit der Kombi AYA ausprobiert). Das Y war mir deshalb wichtig weil ich es irgendwie mag (keine Ahnung, die Form (Ausehen) oder der Laut) und schließlich machte es den Namen unabhängig von anderen Schreibweisen. Wenn ich den Namen anderen Menschen mitteile kommt schließlich nicht allzu selten: „Mit Z oder mit I??“, worauf ich manchmal leise grummelnd antworte: „Nein, mit Y“. Also hatte das Y alleine schon dadurch eine Daseinsberechtigung. Obwohl mein Vater nicht allzu viel gemacht hat, war ich ihm überaus dankbar und ich glaube er weiß bis heute noch nicht was denn jetzt genau mein Problem war…Pragmatiker halt ^^. Am nächsten Tag in der Schulpause setzte ich mich dann wieder dran und begann den Feinschliff. Ich weiß bis heute nicht was mich getrieben hat, aber an dem Tag machte es schon wieder klick.  Durch meine Schrift fand ich immer mehr Möglichkeiten der Verzierung, aber nicht nur das, ich schaffte es ALLE Buchstaben des Pseudonyms unterzubringen und das alles in zwei Symbolen bzw. Buchstaben. Mein Skizzenbuch musste erneut leiden denn ich war mir jetzt, das erste Mal zu hundert Prozent sicher: Das ist es! Es war ein ähnliches Hochgefühl als ich damals meinen Namen fand. Und ich erarbeitete eine schöne kunstvolle Version meines Kürzels (das für andere Zwecke zwar noch verwendet wird), die sich aber nicht als „schnelle“ Bildunterschrift eignet, die Version wird dann schlichter und vereinfacht sein, sonst brauch ich für das Kürzel (fast) so lange wie für das eigentliche Bild *lach*. Und auch ArtRage muss jetzt leiden ebenso wie mein Grafiktablet, da ich auch eine digitale Version davon haben möchte.

Ja mein künstlerisches Ich scheint sehr besänftigt und zufrieden mit mir zu sein. Ich kann mir förmlich vorstellen, wie sie mit verschränkten Armen und hochgezogenen Augenbrauen vor mir steht und sagt: „Geht doch!“. Vielleicht sogar mit dem gleichen fetten Grinsen im Gesicht wie ich. ❤       

 

Diff Tags

meine vergeblichen Versuche aber schon mit zwei Lösungsansätzen

Alantya

Die kunstvolle Endvariante (noch uncoloriert)

 

 

Art Rage 4- Man gönnt sich ja sonst nichts im Leben…

So ein Steam Summer Sale ist ja schon richtig böse, da surft man nichtsahnend auf seiner Wishlist herum und muss feststellen, dass Art Rage 4 um 50% reduziert ist. Zugegeben es hat doch ein wenig länger gedauert (Reaktionszeit ca. 60 Sekunden) und schon betrachtet man sehnsüchtig die Downloadrate. Überraschend war für mich, dass im Gegensatz zu vielen anderen Mal- und Bildbearbeitungsprogrammen (Photoshop, BlackInk, Autodesk etc.) das Programm mit seinen nicht mal 100MB echt klein ist.

Nun einmal zu Art Rage 4 selbst, denn ich habe es natürlich sofort ausprobiert (wann hat man schon mal ein komplettes Programm nach gerade mal einer Minute sofort griffbereit) 🙂 :

Anders als zum Beispiel Black Ink, welches ein „non-realistic GPU based“ Programm ist und viel mit geometrischen Formen und Pinseln (brushes) arbeitet oder Photoshop bei dem die eigentlichen Malwerkzeuge sehr gering sind (es ist halt eig. ein Fotobearbeitungsprogramm) oder das vektorbasierte Illustrator, simuliert Art Rage „echte“ Malmedien  wie Aquarell, Öl, Airbrush, Pastellkreiden oder den klassischen Blei- und Filzstift. Besonders fasziniert haben mich beim ersten Öffnen die herrlich übersichtlichen Schaltflächen. Ein Halbkreis links unten für die Malmedien (Tools) und ein Halbkreis rechts unten für die Farbauswahl. Über den Tools noch drei kleine Buttons für Einstellungen, Schablonen und Sticker und das war’s auch schon. Aber wie jedes Programm steckt meistens mehr dahinter als man auf den ersten Blick erkennen mag. Also die PDF mit dem Handbuch ausgewählt und dann erkannt dass man sich durch 137 Seiten durchwälzen darf, wobei ja vieles selbsterklärend ist und ich nicht nachschlagen muss  wie ich eine Farbe auswähle oder ein Werkzeug (mein Computer Skill beläuft sich ja nicht nur auf zeigen & klicken ;-)).

Als ich mir dann ein Tool geschnappt habe und mal locker über die Leinwand (Canvas) gegangen bin, habe ich noch was erfreuliches festgestellt: kommt man mit dem Tool in die Nähe einer Schaltfläche klappt sie sich automatisch ein und man muss keine Schaltflächen im Arbeitsbereich hin- und herziehen um an alles dranzukommen. Herrlich. Dann kann man die Leinwand selbst erst einmal einstellen. Welche Farbe soll die Leinwand haben, welche Körnung (grobe Baumwolle oder fein wie kaltgepresstes Aquarellpapier usw. usw.) Man kann zudem jedes einzelne Malmedium entweder ohne Voreinstellung benutzen und selbst an den Reglern herumspielen oder ein Preset benutzen, die einem schier unendliche Möglichkeiten verschaffen. Insgesamt finde ich das Programm für (Mal- und Zeichen-) Künstler intuitiver als Photoshop und nicht so kompliziert wie Black Ink (ich kann damit immer noch nicht umgehen) und ich bin der festen Überzeugung, dass ihr in naher Zukunft mit dem ein oder anderem Bild zugespammt werdet *hehe*

 

Sunray (die vom Grafiktablett im Moment nicht wegzubekommen ist ^^)