Winterwunder im Januar

Seit gestern schneit es hier so richtig im Siebengebirge. Vorher kamen mal einzelne Flöckchen herab, die aber meist am Nachmittag wieder verschwunden waren. Aber jetzt heißt es Schnee schippen, kalte Füße, Straßenchaos und – eine unvergleichliche wunderschöne Landschaft. Jedes Jahr bitte ich Skadi um Schnee und lächle dann etwas verschmitzt, wenn sie es dann wieder zu weit getrieben hat. Aber auch wenn wir heute mehr als 10 Zentimeter Neuschnee bekommen haben und ich schon zwei Mal heute den Gehweg geräumt habe, es ist und bleibt märchenhaft. Ich liebe das Knarzen des Schnees unter den Stiefeln, wie der Schnee sämtliche Geräusche verschluckt und kein Mensch mit seinem Hund unterwegs ist und man gefühlt (zur richtigen Zeit) den ganzen Wald für sich alleine hat. Wenn der Schnee von den Bäumen fällt, raschelt es überall geheimnisvoll und auch die Schneeballschlacht im Garten mit meiner Frau hat uns beiden mal richtig gut getan und unsere Gemüter etwas leichter werden lassen.

Wenn man dann nach Hause kommt und einen heißen Tee trinkt, in der Badewanne entspannt und sich unter die Decke kuscheln kann, dann fühlt sich die Welt nicht mehr so grau und trist an, wie an anderen Tagen. Auch unser Hund genießt die Zeit im Schnee und kann gar nicht genug davon kriegen und möchte am liebsten den ganzen Tag spielen.

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Dreadkrise – nur andersrum

2014 habe ich mir einen lang ersehnten Traum erfüllt und mir Dreadlocks machen lassen. Vier lange Jahre haben sie mich begleitet und letzten Sommer habe ich sie abgeschnitten und den Rest auskämmen lassen. Zugegeben, bei diesem heißen Sommer (und ich hatte 73 Dreads bis zum Hintern) war es eine Wohltat. Alles war luftig, ich hab wieder normales Shampoo und Spülung benutzen können… Großeltern und Frau waren natürlich mega begeistert und lobten meine Entscheidung in den höchsten Tönen. Aber schon seit ein paar Monaten begann bei mir die Krise. Ich fühlte mich nackt, unvollständig und irgendwie war ich nicht mehr das „Ich“ wie vorher.

Wenn ich in den Dead Gruppen das Wort „Krise“ lese, geht es in 90 % der Fälle darum, dass sich die Betroffenen die Dreads abschneiden wollen. Bei mir ist es umgekehrt. Ich hätte so gerne wieder welche. Ja, es war Arbeit, ja manchmal waren sie auch lästig. Und ja, ich konnte nicht gut selber häkeln, also war die professionelle Pflege auch bei der Länge entsprechend teuer (und zum Schluss habe ich halt auch aus Geldmangel schludern müssen… Von wollen konnte nicht die Rede sein). Meine Haare sind jetzt verhältnismäßig schnell gewachsen und ich trage Undercut. Die Möglichkeit (Woll-) Dreads einzuflechten klang erst mega verlockend und war die ganze Zeit in Planung. Aber sie halten nur ca 8 Wochen bevor sie rauswachsen (bei meinem Glück bestimmt schneller).

Als ich heute eher spaßeshalber auf der DF Seite war, habe ich gesehen dass jetzt ein Standort in Bonn ist… Und ich hätte weinen können. Weil ich hin und her gerissen bin. Aber theoretisch wäre für mich die Entscheidung klar… Für meine bessere Hälfte eher nicht so…

Und trotzdem hoffe ich, dass sie irgendwie meinem Wunsch nachgibt und es versteht. Diese Würmchen waren wirklich ein Teil von mir und mit jeder Woche, die ins Land zieht bereue ich meine Entscheidung letztes Jahr mehr und mehr. Ich bin einfach gespannt, was die Zukunft mir so bringt.

Eine etwas geknickte Sunray

Edit:

Manchmal kann alles so einfach sein. Wenn alles mal so einfach wäre. Nachdem ich eher weniger subtile Andeutungen gemacht habe und absolut keine Reaktion kam, habe ich es nicht mehr ausgehalten und meine Holde direkt gefragt, was sie davon halten würde. Zur Antwort kam nur : Ja, ist doch dein Kopf, ich hab da kein Problem mit (irgendwie hatte sie es immer anders kommuniziert…)

Also werde ich in absehbarer Zeit (spätestens bis Ende des Jahres) wieder ein Würmchenträger sein oder wie meine Frau es nennt „Kokosmatte“ 😂

Chalice and Cauldron bekommt Zuwachs!!!

Es kommt zusammen, was zusammengehört, zu jedem Topf gibt es einen Deckel, auch beim bloggen. Ab jetzt ist Chalice and Cauldron kein Egotrip mehr, ich bekomme tatkräftige Unterstützung, und ihr Inspiration und andere Perspektiven von der lieben und in vielen Bereichen talentierten Gwenhwyfar. Heißt sie herzlich willkommen und keine Bange, sie beißt nur auf Wunsch und wird sich in den nächsten Tagen auch noch einmal selbst vorstellen.

Zudem wird es auch noch andere Neuerungen /Überraschungen in diesem Jahr geben, bleibt also wachsam. Ich freue mich sehr auf die zukünftige Zusammenarbeit (nicht, dass es die nicht schon vorher gab) und freue mich ebenfalls auf spannende Beiträge von ihr.

Hartelijk welkom!

Blessed be

Sunray

Fastenzeit ~ Neue Challenge

Bis zur „christlichen“ Fastenzeit ist es nicht mehr so lange hin und ich überlege auch von Imbolc bis Ostara zu „fasten“ oder sonst wie mir etwas Gutes zu tun. Tatsächlich bin ich mir aber noch recht unschlüssig, da meine Frau und ich eh auf Ernährung und Bewegung achten wollen, weiß ich nicht ob das dann so sinnvoll wäre (wir machen es ja eh).

Tatsächlich esse ich zwar veganes Essen (das was ich bisher probiert habe schmeckte immer lecker), bin aber kein Veganer. Die Überlegung wäre also vegetarische Kost.

Da ich ja versprochen habe den Blog wieder etwas mehr zu füllen und zu beleben wäre Internetverzicht auch recht schlecht, wobei ich überlege den FB Konsum auf ein Minimum zu reduzieren (also Veranstaltungen und wichtige Gruppenbesprechung wäre ok, z. B. wegen des HeXXen 1733 Hörspiels weil die Kommunikation nur darüber läuft), aber kein endlos langes scrollen im Newsfeed, wo ich pro Tag locker auf über eine Stunde und mehr komme. Außerdem wollte ich mich um meine Digital Painting Sachen mehr kümmern /üben, wozu ich manchmal zwangsläufig Internet brauche, vlt lässt sich da aber ein Kompromiss finden.

Meine Zockerei ist eh ein wenig eingeschlafen, weshalb ich da nicht die Notwendigkeit erachte, bewusst darauf zu verzichten, ich habe genug andere Hobbies (und Verpflichtungen) momentan, was mich eigentlich dazu führt auch die Dinge verstärkt zu tun, die ich vielleicht sonst eher vernachlässige, wie leider im Moment das Harfenspiel üben. Ich muss zugeben, dass ich seit dem letzten Unterricht nichts dafür getan habe, was mich sehr ärgert, denn ich habe dafür sehr wohl feste Ziele vor Augen und es wurmt mich tierisch, dass ich mich bisher nicht drangesetzt habe. Mit dem Schreiben klappt es ja auch im Moment ganz gut, aber das Malen/Zeichnen…

Ja es ist eine Schande, aber so lässt sich vielleicht Verzicht und Konsum kombinieren, ich verzichte auf zwei, maximal drei Dinge (oder beschränke sie auf ein Minimum), dafür versuche ich zwei bis drei Dinge mehr zu machen /praktizieren (oh und da gibt es genügend… ;)) Aber auch da ist die Kunst, nicht zu übertreiben, manchmal ist weniger mehr und ich kann mich meist eh nie sofort entscheiden, welche Sache ich in meiner Freizeit zuerst machen soll, quasi die Qual der Wahl.

Ich würde dann hier darüber Buch führen bzw. eine Art Wochenbericht mit Erfolgen oder vielleicht auch Niederlagen (was ich nicht hoffe) und euch berichten.

Wenn ihr noch Anregungen für mich oder Fragen habt, schreibt gern ein Kommentar. In den nächsten Tagen werde ich dann die Überlegungen etwas genauer ausarbeiten.

Gute Nacht,

Sunray

Upcycling Decoration

Vor einiger Zeit hat mir Wyldhuntress einen Elfenkalender geschenkt. Ein kleines Podest mit einer Elfe und darunter ein Hohlraum mit Blöcken für die Monate und zwei Würfel für die Tage, die man nach Beleiben umstecken kann. Wie das nach einem Umzug so ist geht entweder vieles verschütt oder ist beschädigt. Auch meine ganzen Figuren sind davon kaum verschont geblieben. Dem Elfenkalender fehlen die Zahlenwürfel und ein Block mit den Monaten (also fehlen zwei Monate), bei meiner Mondelfe ist die obere Hälfte des Mondes abgebrochen und auch meine „The Witcher“ und Molag Bal Figur aus „The Elder Scrolls Online“ wurden ein wenig in Mitleidenschaft gezogen. Aber man kann ja aus allem etwas Positives ziehen und ich dachte mir aus Alt mach Neu. Die beiden PC Figuren konnte ich gut mit Sekundenkleber reparieren ohne dass man etwas davon sieht. Da ich mich seit geraumer zeit mit Faery Shamanism (Feen – bzw. Elfenschamanismus) beschäftige hatte ich vorhin die Idee aus der Kalenderelfe einfach einen kleinen Elfenschrein zu machen. Entfernt man alle Monatsblöcke (die Würfel waren ja eh schon weg) entsteht ein Hohlraum, groß genug um dort klitzekleine Gegenstände anzuordnen. Ich wollte einen kleinen passenden Edelstein hineinlegen (und vlt nach Jahreszeit oder den Elementen wechseln) und in eine Haselnussschalenhälfte wollte ich Wachs hineingießen mit einem winzigen Docht als Kerze oder ich lege dort Erde oder ein paar getrocknete Kräuter rein. Die Nusskerze ist übrigens eine Inspiration von Norelana, die mir zum Yulwichteln vor Jahren selbstgemachte Kerzen in Walnussschalen gebastelt hatte. Ich hab sie bis heute noch als Deko auf meinem Altar liegen weil ich sie so schön finde ❤

Für die Mondelfe überlege ich den Mond entweder mit Heißkleber dranzukleben oder ich gestalte einfach eine neue Mondhälfte z.B. aus Fimo Air, so kann ich ihn auch ein wenig persönlicher gestalten und verzieren, ich hab da schon so ein paar Ideen im Stübchen herumschwirren. Habt ihr auch schon mal beschädigte Deko verwertet oder zweckentfremdet? Ich freue mich auf Anregungen und Beispielfotos in den Kommentaren 🙂

Blessed be and stay creative

Sunray

 

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Fastenzeit- Die Kunst des Verzichtens

Ja es war wieder soweit.  Meine Fast -Frau hatte sich dazu entschlossen nach Aschermittwoch zu fasten. Kein Fleisch und kein Süßkram (morgens Marmelade auf dem Brot war in Ordnung,  jedoch keine Süßigkeiten zwischendurch oder abends).  Sie bat mich mitzuziehen und ich willigte ein,  schaden könne es mir ja nicht. 

Während ich wirklich versuchte auf Fleisch (was mir sehr leicht fiel) und auch auf Süßes (was mir weniger leicht fiel) zu verzichten,  kam nach nicht mal zwei Wochen von meiner Freundin die Resignation.  Sie hatte groß getönt,  dass das überhaupt kein Problem sei 40 Tage mal auf diese zwei Dinge zu verzichten.  Na ja… Nach 10 Tagen etwa begann sie wieder Fleisch zu essen,  sehr zu meinem Leidwesen. Ich hatte extra eine Zeitschrift und ein Buch mit vegetarisch und veganen Gerichten gekauft und sie ermutigt mal kochtechnisch was Neues zu entdecken. Aus Trotz über ihre persönliche Niederlage, von der sie natürlich nichts hören wollte („Ich kann halt nicht ohne Fleisch“), machte ich dennoch weiter. Nur am Geburtstag einer Freundin (was ich vorher eingeplant habe)  wollte ich das Fasten brechen,  aber ich ertappte mich trotzdem wie ich das Fleisch mied und lieber zu Käse und Gemüse griff.  Der Mohnkuchen hatte es mir aber angetan,  doch ich war tapfer und nahm nur ein schmales Stück zum probieren. Große Ausnahme war unsere Hochzeit, theoretisch… Aber auch da nahm ich das Fischgericht (obwohl das Fleisch – ich probierte ein Stück – noch köstlicher war). Also brach ich nur mit dem Dessert und dem Kuchen.  Am Ende war ich schon relativ stolz auf mich,  soweit durchgehalten zu haben,  obwohl ich nur aus Solidarität mitzog.  Das machte mich um eine Erfahrung reicher als meine Holde und ich weiß,  dass ich die nächste Fastenzeit (wann auch immer die für mich sein mag,  ich überlege von Samhain bis Yule)  besser durchstehen könnte. 

Habt ihr auch gefastet, habt ihr es vor?  Wenn ja wann und auf was wollt ihr verzichten?  Habt ihr bestimmte Strategien?  Ich freu mich auf eure Kommentare. 

Blessed be 

Sunray Ravyn 

Apfel – Dinkel – Küchlein 

Aus der Not heraus weil ich Besuch bekam und wusste, dass ich kein Abendessen kochen müsste habe ich mich für ein Reste-Rezept entschieden mit Dingen, die ich noch im Haus hatte und nach mehrmaligem Testen bin ich wirklich begeistert (und auch die, die es probiert haben)

Tjaaaa…. das leidige Thema der Mengenangaben…. Ich hab einfach ne Schüssel mit Teig gemacht bis ich meinte dass es genug sei…wichtig ist hierbei, dass der Teig nicht zu flüssig und nicht zu fest ist, es sollte einfach ein schöner glatter Teig sein, da man die Küchlein auch noch am, nächsten tag essen kann macht es also auch nichts, wenn ein paar mehr gebacken werden.

Zutaten:

Dinkelvollkornmehl
3 Eier
Milch
2 geriebene Äpfel (ohne Schale), ich habe z.B. Pink Lady genommen
Zitronensaft
1 EL Chiasamen
2 TL Backpulver
Brauner Zucker (bis es süß genug ist…um zu probieren, mache ich die Eier deshalb immer zum Schluss rein, so brauch ich keine rohen Eier essen)
Zimt nach Belieben
ca. 10-14 fein zerbröselte Spekulatiuskekse
Öl zum Anbraten

alles gut mixen oder mit einem Schneebesen verquirlen und mit einer kleinen Kelle oder Esslöffel mehrere kleine Klecke in einer mit Öl benetzten Pfanne machen, nach kurzer Zeit wenden, da sie recht schnell braun werden.

Edit: 26. April

heute habe ich mal versucht eine vegane Variante herzustellen (leider ohne Äpfel und ohne Spekulatius…ich weiß nicht mal ob die vegan sind). Ich habe wieder Dinkelvollkornmehl genommen, Hafermilch mit Mandelgeschmack und Agavendicksaft zum Süßen. Hätte ich Apfel gehabt hätte ich sie auch reingerieben ^^, dann 2 TL Backpulver, Sonnenblumenöl und ein paar Spritzer Zitronensaft.
Ein paar sind mir leicht angebrannt, denn ich wollte nicht so viel Fett zum Anbraten nehmen, sondern eine etwas fettfreiere Variante. Leider hat auch das runterschalten des Herdes nicht so viel geholfen, aber sie sind trotzdem was geworden und schmecken lecker.

Guten Appetit
eure Sunray 🙂