Fastenzeit- Die Kunst des Verzichtens

Ja es war wieder soweit.  Meine Fast -Frau hatte sich dazu entschlossen nach Aschermittwoch zu fasten. Kein Fleisch und kein Süßkram (morgens Marmelade auf dem Brot war in Ordnung,  jedoch keine Süßigkeiten zwischendurch oder abends).  Sie bat mich mitzuziehen und ich willigte ein,  schaden könne es mir ja nicht. 

Während ich wirklich versuchte auf Fleisch (was mir sehr leicht fiel) und auch auf Süßes (was mir weniger leicht fiel) zu verzichten,  kam nach nicht mal zwei Wochen von meiner Freundin die Resignation.  Sie hatte groß getönt,  dass das überhaupt kein Problem sei 40 Tage mal auf diese zwei Dinge zu verzichten.  Na ja… Nach 10 Tagen etwa begann sie wieder Fleisch zu essen,  sehr zu meinem Leidwesen. Ich hatte extra eine Zeitschrift und ein Buch mit vegetarisch und veganen Gerichten gekauft und sie ermutigt mal kochtechnisch was Neues zu entdecken. Aus Trotz über ihre persönliche Niederlage, von der sie natürlich nichts hören wollte („Ich kann halt nicht ohne Fleisch“), machte ich dennoch weiter. Nur am Geburtstag einer Freundin (was ich vorher eingeplant habe)  wollte ich das Fasten brechen,  aber ich ertappte mich trotzdem wie ich das Fleisch mied und lieber zu Käse und Gemüse griff.  Der Mohnkuchen hatte es mir aber angetan,  doch ich war tapfer und nahm nur ein schmales Stück zum probieren. Große Ausnahme war unsere Hochzeit, theoretisch… Aber auch da nahm ich das Fischgericht (obwohl das Fleisch – ich probierte ein Stück – noch köstlicher war). Also brach ich nur mit dem Dessert und dem Kuchen.  Am Ende war ich schon relativ stolz auf mich,  soweit durchgehalten zu haben,  obwohl ich nur aus Solidarität mitzog.  Das machte mich um eine Erfahrung reicher als meine Holde und ich weiß,  dass ich die nächste Fastenzeit (wann auch immer die für mich sein mag,  ich überlege von Samhain bis Yule)  besser durchstehen könnte. 

Habt ihr auch gefastet, habt ihr es vor?  Wenn ja wann und auf was wollt ihr verzichten?  Habt ihr bestimmte Strategien?  Ich freu mich auf eure Kommentare. 

Blessed be 

Sunray Ravyn 

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