Urlaubsresümee

Hier wie versprochen ein kleines Resümee meiner Urlaubswoche. Da mein Urlaub davon getrübt war, dass ich mich die meiste Zeit schlapp und krank fühlte und zudem über eine Woche lang rasende Kopfschmerzen hatte, dachte ich zuerst, dass ich meinen kompletten Urlaub im Bett verbringen müsse. Wo mein erster Urlaubstag oder besser gesagt mein letzter Arbeitstag so schön bei einem Irish Folk Festival mit richtig tollen Bands ausgeklungen ist. Es war perfekt um den Urlaub einzuläuten. Aber der Morgen danach war die Hölle (und das ohne Alkohol, da ich nie etwas trinke). Ich musste einer Freundin kurzfristig absagen wo ich auf der Einweihungsfeier eingeladen war. Das tat mir unwahrscheinlich Leid, aber ich hatte starke Tabletten gegen die Schmerzen genommen und fühlte mich weder in der Lage Auto zu fahren, noch hätte ich es wahrscheinlich lange bei ihr ausgehalten. Also verbrachte ich die meiste Zeit im Bett und machte in der Wohnung nur das Nötigste. Kaum stand ich mal kurz auf wurde mir sofort schwindelig und ich bekam wieder wackelige Knie.

Auch der Sonntag wurde nicht besser. Um nicht wieder den ganzen Tag im Bett zu schlafen (oder auf der Couch) setzte ich mich mit Muße an diverse Notenblätter und schrieb mir die Notennamen dazu, um sie später auf der Violine spielen zu können. Lange hielt ich das nicht durch denn durch das umdenken welcher Finger jetzt wohin gehört, ob ich den Ton hoch oder tief spielen muss und die Tatsache, dass ich mich aufgrund des Lehrbuches noch nie mit Notennamen, sondern erst einmal mit Fingersätzen beschäftigen musste, vereinfachte die Sache nicht gerade. Ich war eigentlich zuversichtlich, dass dieser Zustand nur eine vorrübergehende Schwäche war, weil mein Körper jetzt endlich mal Zeit hatte sich zu erholen. Mir taten sämtliche Knochen und Muskeln weh, da ich jetzt keinen Stress mehr hatte und Adrenalin ausschüttete, aber ich frage mich die ganze Zeit ob ich auch so „krank“ geworden wäre wenn ich keinen Urlaub gehabt hätte…oder hätte mein Körper dass dann vielleicht verhindert um weiter zu funktionieren? Ich weiß bis heute keine Antwort und werde wohl auch keine mehr darauf bekommen.

Die Tage verliefen so dahin, ich dümpelte zwischen Couch, Bett, Schreibtisch (für die Notenblätter) und meinem Künstlertisch (ich habe es doch tatsächlich geschafft den Aquarellauftrag weiter zu malen) hin und her. Ich hatte kaum Appetit und musste mich schon fast zwingen was zu essen, mit dem trinken war es leider genau so. Ich konnte mir nicht einmal die Zeit mit dem Fernseher, Computer oder einem Buch totschlagen, da mir immer kurz darauf die Augen wehtaten und sich alles zu drehen begann. Am Donnerstag ging es mir dann immer noch nicht gut, aber ich wollte wenigstens versuchen zum Tanzen zu gehen um den Kreislauf in Schwung zu bringen, vlt. abzuschalten und endlich mal meine Stammesschwestern wiederzusehen. Nach der Hinfahrt mit dem Auto merkte ich schon, dass es ein fataler Fehler war. Hinter meinen Schläfen pochte es udn ich hatte das Gefühl wieder Pudding in den Knien zu haben. Beim tanzen wurde es nicht besser, eher schlimmer, dass ich glaubte mein Schädel könnte jeden Augenblick platzen (und mein Herz gleich mit) und ich war irgendwie froh, dass nur so wenige da waren, denn so fiel der zweite Kurs aus und ich konnte früher nach Hause und dann ins Bett, denn am Freitag musste ich auf jeden Fall fit sein, koste es was es wolle, denn ich hatte einer Freundin zum Geburtstag eine Eintrittskarte für die Creativa in den Dortmunder Westfaenhallen geschenkt.

Also bewaffnete ich schon einmal mein Portemonnaie mit Kopfschmerztabletten und nahm an dem Donnerstagabend auch noch mal eine starke Schmerztablette, wobei ich dazu sagen muss, dass ich in so kurzer Zeit noch nie so viele Tabletten genommen hab, da ich selten krank werde und eigentlich sehr ungern Chemiezeugs in mich hineinwerfe, mal ganz davon abgesehen, dass ich bei so ziemlich jeder Tablettengröße kurz vor dem ersticken bin (Kindheitstrauma). Gerade deshalb fühlte ich mich noch elender da ich die meisten Krankheiten (außer vlt. Nacken- und Rückenschmerzen) ohne großartige Tabletteneinnahme überstehe. Aber wie gesagt, ich hätte sonst nicht gewusst wie ich den Freitag überstehen sollte.

Gott sei Dank ging es mir dann Freitag aber richtig gut und ich konnte fast 5 Stunden ohne Probleme herumlaufen, habe meine Notfalltabletten nicht angerührt und hatte einen richtig tollen Tag. Auch nach der Messe war ich zufrieden, glücklich und voller kreativer Energie. Nur meine Füße waren ein wenig müde 😉

Ich muss als Fazit sagen, dass ich einiges geschafft habe trotz Krankheit. Klar habe ich nicht alles geschafft aber das war auch nicht Sinn der Sache. Ich habe die Zeit weitesgehend genutzt und tatsächlich kaum vor elektronischen Medien verbracht (auch wenn es fast ausschließlich an den Kopfschmerzen lag…vlt. war das Absicht von meinem Körper *lach*). Leid tat mir nur, dass ich dadurch auch nicht wirklich rausgehen und das schöne Wetter genießen konnte. Lesen ging ja auch nur zu einem geringen Maß, weshalb alles mit schreiben (Romane und Rezensionen) und auch meine ganzen Bücherstapel nicht einen Deut kleiner wurden, dafür habe ich mich umso mehr darum gekümmert Bildaufträge zu bearbeiten und mich um mein Instrument zu kümmern, was ich leider sehr lange Zeit vernachlässigt habe.

Dafür lese ich jetzt in der Schule umso mehr und nutze jede noch so kleine Pause… innerhalb von 2 Wochen habe ich nur alleine in den Pausen über 850 Seiten gelesen. Desweiteren habe ich mir endlich mal eine Liste gemacht mit den nächsten Büchern die ich zu lesen Gedenke…also den klassischen SuB (Stapel ungelesener Bücher)…damit ich nicht mehr zu sagen brauche: „Das Buch kenn ich und besitze ich…aber gelesen habe ich es noch nicht“. So kann ich am Ende wenigstens sagen, dass ich jedes einzelne Buch in meinem Regal auch gelesen habe (außer vlt. meine Nachschlagewerke in die ich eh mal öfter zwischendurch reinschnupper).

 

Das war’s erst einmal von meinem Urlaub. Der Ernst des Lebens (die schöne Schulzeit) hat wieder begonnen und trotz temporärem Umzug in eine andere Schule macht es weiterhin so viel Spaß wie bisher und ich nehme eine ganze Menge an Wissen mit (alles andere wäre auch fatal) 😀

Und ich habe bestimmt einige neue Themen zu beschreiben und hoffe diesen Blog (wie er immer mein Traum war) ein wenig mehr mit Leben zu füllen (nachdem mir ja schon gesagt wurde, dass ich ja lange nichts mehr geschrieben habe 😉 )

 

Blessed be

Sunray

 

 

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